Danke Anton: 100-Euro-Ticket für Bus und Bahn

9.11.2019. Am gestrigen Freitag hat der Oberallgäuer Kreistag einstimmig das 100-Euro-Ticket für Bus und Bahn beschlossen.

Trotz Kritik des Kemptener Oberbürgermeisters Thomas Kiechle (Wörtlich hieß es: „Bezüglich der Initiative zu einem 100-Euro-Ticket ist klar festzustellen, dass es bis heute keinen konkreten Austausch zwischen dem Landkreis und der Stadt auf fachlicher Ebene gegeben hat.“) ist die Einführung des 100-Euro-Tickets für Bus und Bahn zum 1.4.2020 geplant, so der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz.

Eine Einbeziehung der kreisfreien Stadt Kempten, des Unterallgäus, Lindau und des Landkreises Ostallgäu werde jedoch angestrebt.

Aus dem Landkreis Ostallgäu sind bereits verhalten, optimistische Worte zu hören.

Ein Grund für die ablehnende Haltung aus Kempten liegt auf der Hand: Für eine Schülerkarte für Kinder, die über 3 Kilometer fahren, werden mal eben 276 € fällig – da ist ein 100 €-Ticket halsbrecherisch, auf dem ersten Blick zumindest.

Auch Gutachten für diverse Löcher kosten Geld – Steuergeld! Vermutlich braucht Kempten wieder ein Gutachten über das Gutachten…

Durch den Beschluss wird die Diskussion um den Ausbau von Bus und Bahn sicher neu entfacht.

Parteiübergreifend und aus der Bevölkerung findet das Vorhaben positive Resonanz.

Auch Bayerns Verkehrsminister Hans Reichart äußerte sich erfreut über die Entscheidung.

Erwartet werden durch das 100-Euro-Ticket für Bus und Bahn bis zu 30 Prozent mehr Fahrgäste.

Erhältlich wird das Ticket für alle Oberallgäuer sein, bis zu einer Einigung jedoch nicht für Kemptener Bürger.

Die Kosten belaufen für den Landkreis sich auf etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Die Kosten für die Stadt Kempten werden zwischen 250.000 und 2 Millionen Euro veranschlagt – je nach Fachleuten-Aussage…