9.7.2020 – Derzeit sind zwölf Unterallgäuer am Coronavirus erkrankt

10.7.2020 Landkreis Unterallgäu. Derzeit sind zwölf Unterallgäuer am Coronavirus erkrankt. Das meldet das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu.

Neun Fälle stehen vermutlich in Zusammenhang mit einer privaten Feier. Betroffen ist auch ein Kind, das den Kindergarten in Hawangen besucht (wir berichteten), und ein Kind, das in Markt Rettenbach zur Schule geht.

Zur Sicherheit hat das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu umgehend alle Kinder, die die Kindertageseinrichtung in Hawangen besuchen, und die Erzieherinnen getestet und isoliert. Zudem wurden die Schüler einer halben Schulklasse aus Markt Rettenbach getestet und isoliert. Inzwischen liegen alle 60 Testergebnisse aus dem Kindergarten und alle zehn Testergebnisse aus der Schule vor. Diese sind alle negativ.

Trotzdem bleiben die Personen weiterhin in Quarantäne und damit die Kindertagesstätte in Hawangen geschlossen. „Der Test ist nur eine Momentaufnahme und eine Corona-Infektion könnte dennoch vorliegen und zu einer Erkrankung führen“, erklärt Dr. Ludwig Walters, Leiter des Gesundheitsamts. Weitere Tests wird das Gesundheitsamt gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts vornehmen.

Wie sich jetzt herausstellte, hatte eine der positiv getesteten Personen zudem am Sonntag, 5. Juli, das Freibad in Ottobeuren besucht. Direkte Kontakte in diesem Zusammenhang hat das Gesundheitsamt bereits ermittelt und getestet. „Das Risiko, dass sich weitere Personen angesteckt haben, ist sehr gering“, sagt Walters. Dennoch appelliert er an die rund 350 Freibadbesucher, die an diesem Tag dort baden waren, bei Symptomen umgehend das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu zu informieren, Telefon (08261) 995-678. Die Inkubationszeit beträgt 14 Tage (bis 19. Juli). Derzeit ermittelt das Gesundheitsamt noch weitere Kontakte der Personen.

Ein weiterer im Unterallgäu neu aufgetretener Fall hängt nicht mit der Feier zusammen. Auch hier wurden die Kontaktpersonen sofort ermittelt und zum Teil bereits getestet. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Zwei weitere erkrankte Unterallgäuer halten sich momentan nicht im Landkreis auf und hatten in der letzten Zeit auch keine Kontakte ins Unterallgäu.