PFC: Weitere Fischproben aus der Günz unbedenklich

13.12.2019 Landkreis Unterallgäu. Im Sommer hat das Landratsamt Unterallgäu eine Verzehrwarnung für Fische aus Teilen der Westlichen Günz, der Günz auf Höhe Frickenhausen und aus dem Krebsbach ausgesprochen.

Diese Warnung besteht weiterhin, der Bereich muss aber nicht erweitert werden. Das Landratsamt veranlasste, dass weitere Fische flussabwärts auf Höhe Babenhausen und auf Höhe Kettershausen entnommen und vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht wurden. Das LGL kommt zu dem Schluss: Diese Fische können verzehrt werden.

Anlass der ausführlichen Untersuchungen war ein Umweltmonitoring-Programm des Landesamts für Umwelt (LfU). Proben von Bachforellen aus dem Krebsbach hatten eine Belastung mit Polyfluorierten Chemikalien aufgewiesen, deshalb hatten Landratsamt, LGL und Wasserwirtschaftsamt Kempten weitere Untersuchungen eingeleitet. Polyfluorierte Chemikalien, kurz PFC, waren früher in Löschschäumen von Feuerwehren enthalten. Möglicherweise resultiert der Eintrag dieser Substanzen in das Gewässer aus einer Zeit, als der Flughafen Memmingerberg noch militärisch von der Bundesrepublik Deutschland genutzt wurde.

Das Wasserwirtschaftsamt Kempten wertet jetzt weitere Wasserproben aus, um zu erforschen, wo genau das belastete Wasser in Krebsbach und Günz fließt.

Die Wasserversorgung von Ungerhausen ist laut Landratsamt ausdrücklich nicht von der Verzehrwarnung betroffen. Das Trinkwasser der Gemeinde Ungerhausen wird seit 2015 – seit die PFC-Problematik auf dem ehemaligen Militärgelände Memmingerberg bekannt ist – regelmäßig auf PFC untersucht. In Ungerhausen wurden die vom Umweltbundesamt empfohlenen Leitwerte dabei immer deutlich unterschritten. Die Ergebnisse werden auf der Homepage der Gemeinde Ungerhausen veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.unterallgaeu.de/lebensmittelsicherheit